Schon wieder Schwänzel!

Knappe Titelverteidigung gegen Space Jam Reloaded

 

Nach dem frühen Termin im Vorjahr versuchten die Organisatoren des Ehemaligenturniers des Franz-Ludwig Gymnasiums, Michael Zeder, Michael Bartsch, Simon Ruhl und Max Habereder (alle Abiturjahrgang 2007) einen neuen Ansatz und terminierten einen ungewohnt späten Turniertag am 14. Januar 2017. Doch auch damit konnte man es nicht allen Recht machen: Zwar erreichte man das Ziel, die „Alma Mater“ besser einzubinden, und viele aktuelle Lehrer und Schüler besuchten die Spiele. Leider zwangen Zeitgründe dafür viele Ehemalige, dem Turnier fernzubleiben, was unter anderem den Turnierplan kräftig durcheinanderwirbelte. In den drei Tagen vor Spielbeginn musste wegen der Absagen zweier Mannschaften (Irgendwie und überhaupt, Thomas Lindner/ Abitur 1988 und die Pfundskerle, Sebastian Becher/2006) der Spielplan noch zweimal komplett umgebaut werden – am Ende hatte man mit 5 Vierergruppen und 20 Teilnehmern immerhin eine Mannschaft mehr am Start als im Vorjahr. Neben den Rookies von boobs for hoops (Tim Brodmerkel/2017) nahm mit ENDURANCE 2017 seit langer Zeit wieder eine Lehrermannschaft teil, zudem kehrten mit SysTeam (Johanna Lunz/2009) und den Ewigen Zwergen (Markus Dütsch, 1989-90) zwei Teams nach einjähriger Pause zurück ins Geschehen. Dem gegenüber fehlten zu den last Minute Absagen zudem noch die ehemaligen Champions der Blaubären (Wolfgang Lauer/1998), und durch eine Fusion verringerte sich das Teilnehmerfeld um eine weitere Mannschaft.

Die Vorrundengruppe A konnten die dreimaligen Champions der MoJos Bros (James Wetter/2011) trotz des Fehlens von „Jo“ Wehner wieder einmal dominieren. Drei klare Siege gegen die Altmeister von Amolgednuch (Heiner Desch/1985/86) sowie EJÖ 2001 (Julia Kratz/2001) und das neu zusammengestellte Fusionsteam Die attestpflichtigen Oi Agroteroi (Michael Lange/1994 & Christian Förster/1996) brachten den unangefochtenen Gruppensieg. Auch in der Fusion blieb den Oi Agroteroi das Verletzungspech hold: Topscorer Michael Lange verletzte sich im wichtigen Spiel gegen Amolgednuch. Das neu zusammengestellte Team rettete sich trotzdem in die Verlängerung, wo ihnen dann allerdings der ehemalige „Trellingers Erbe“ Andy Hammel den Knockout zum 25:23 Endstand versetzte. Damit zogen Amolgednuch als einer der drei besten Gruppenzweiten in die Play Offs ein.

Ähnlich souverän wie ihre MoJo Rivalen marschierten auch die Titelverteidiger von Team Schwänzel (Daniel Vosswinkel/2012) durch die Vorrundengruppe B, wo man mit ENDURANCE 2017 das „Dark Horse“ des Turniers genauso besiegte wie Team Intim (Michael Eichler/2005) und Adlerhorst (Gerald Fenn/1975) (mit dem neuen Beinamen „Die Siebziger“). Team Intim sorgte wieder einmal für tolle Stimmung und konnte nach dem 11:10 Sieg gegen Adlerhorst endlich einmal wieder sportlich feiern! Wenn jetzt noch der Protest gegen die Spielwertung Team Intim -  Team Schwänzel (wegen derer unprofessionellen Trikots) durchgegangen wäre… nicht auszudenken! So wurde ENDURANCE 2017 Gruppenzweiter aber dennoch war nach der Vorrunde Schluß – wegen diverser angeschlagener Pädagogen, aber auch wegen des schlechteren Korbverhältnisses.

In Vorrundengruppe C sorgten Space Jam Reloaded (Felix Greese/2016) für Furore. Die Rookies des Vorjahres waren schon bei ihrer Premiere gleich auf Platz 5 durchgestartet und konnten nun die Funky Dunky Monkey Junkys (Toni Schreiner, 2011G8) und Bra Chi Chi (Karina Liebl/2010) genauso auf Distanz halten wie die Turniersieger von 1985, Team E.T. (Josef Ellner, Bernhard Arnold/1982-83). Am knappsten ging es in dieser Gruppe beim Kampf um Platz 2 zu, wo die Funky Monkeys sich mit 22:18 gegen Bra Chi Chi durchsetzten. Auch hier reichte es am Ende dann aber nicht für die Runde der letzten Acht, weil das Korbverhältnis minimal zu schlecht war.

Mit Los Affos (Henrik Sommer /2014) und den Assist-Enten (Michael Zeder/2007) trafen in Vorrundengruppe D gleich zwei Halbfinalisten des Vorjahres aufeinander. Das direkte Duell entschieden Los Affos mit 31:28 für sich, mussten am Ende aber noch einmal kräftig zittern, nachdem sie fast einen 10-Punkte-Vorsprung abgegeben hätten. Keine Chance in dieser Gruppe für Brick City (Niklas Wagner/2015) trotz erneuter Umbenennung (ehemals FLG Prachtärsche, davor ehemals ÜberFLieGer), keine Chance auch – traditionell – für die Underdogs der Centunculi (Matthias Schramm/1991): Die Favoriten zogen klar in die Play Offs ein.

Und wieder ein neuer, toller Jahrgang für das Dreikönigsturnier: boobs for hoops (Tim Brodmerkel/2017) startete auf Anhieb durch auf Platz 1 der Vorrundengruppe E und verwies damit die beiden Turnierrückkehrer von SysTeam (Johanna Lunz/2009) und den Ewigen Zwergen (Markus Dütsch, 1989-90) sowie die Finalisten von 2014, Team Flake (Sabrina Späth/2013), auf die Plätze. Für Gesprächsstoff sorgten allerdings auch die Trikots der Rookies, da deren Name darauf falsch geschrieben war. Bildungskatastrophe? Denkbar knapp wegen eines Pünktchens besserer Korbdifferenz gegenüber ENDURANCE 2017 und zweier gegenüber Funky Dunky Monkey Junky schafften es auch SysTeam am Ende tatsächlich zum ersten Mal seit 2010 unter die letzten Acht – da hat sich die Rückkehr doch schon gelohnt! Um so mehr natürlich, wenn man die heiße Abwehrschlacht gegen Team Flake mit dem Endergebnis 10:9 in Betracht zieht!

 

Platzierungsspiele 9-20:

 

Platz 19: EJÖ 2001 – Centunculi 20:15

Platz 17: Team E.T. – Die ewigen Zwerge 15:13

Platz 15: Adlerhorst – Die Siebziger – Brick City 22:18

Platz 13: Die attestpflichtigen Oi Agroteroi – Team Intim 37:11

Platz 11: Bra Chi Chi – Team Flake 40:20

Platz 9:Funky Dunky Monkey Junkys – ENDURANCE 2017 2:0 (ENDURANCE nicht angetreten)

 

Kuriosum in den Viertelfinals: Der notfallmäßig zusammengeschusterte Spielplan machte es möglich, daß Los Affos und die Assist-Enten schon wieder aufeinander trafen. Diesmal kamen die Champions von 2014 besser aus den Startblöcken und den Affos, zuvor zwei Jahre in Folge erst im Endspiel gestoppt, gelang in der gesamten ersten Hälfte nur ein einziger Treffer, ein Dreier von Florian Hager. Davon erholten sich die Youngster nicht mehr, und die Assist-Enten, die man mittlerweile bereits zu den Routiniers des Turniers zählen muss, zogen wieder einmal ins Halbfinale ein, am Ende deutlich mit 24:13. Im nächsten Topspiel zwischen Team Schwänzel und den MoJos Bros ging es lange sehr eng zu. Trotz eines angeschlagenen David Schmitts führten die Schwänzels zwar zur Halbzeit 15:9, aber die MoJos zeigten wieder einmal ihre Kampfkraft und glichen zwischenzeitlich wieder aus. „Mo“ Biedermann verwandelte acht von zehn Freiwürfen – und trotzdem reichte es am Ende nicht, David Schmitt setzte in der letzten Minute den Siegtreffer zum 27:25 Endstand. Überhaupt gar keine Chance hatten die so knapp ins Viertelfinale gerutschten SysTeam gegen Space Jam Reloaded. Gerade mal ein halbes Jahr nach dem Abitur legten die Jammers los wie die Feuerwehr und zeigten was „Mens Sana in Corpore Sano“ bedeutet. 15:2 hieß es zur Halbzeit und am Ende wurde es noch deutlicher beim 39:10 Sieg, zu dem Felix Greese allein 15 Punkte beisteuerte. Sehr viel knapper ging es im Generationenduell zwischen den dreimaligen Turniersiegern von Amolgednuch und boobs for hoops zu. Das Spiel war über die meiste Zeit ausgeglichen und die Routiniers führten zur Halbzeit knapp mit 14:13. Dann drehten die Rookies auf und gingen zwischenzeitlich sogar mit 21:19 in Führung – allein danach trafen sie gar nicht mehr. Altmeister Timo Falch mit vier Punkten in Folge und wer anders als der zum x-ten Mal vom Rücktritt zurückgetretene Heiner Desch mit einem Freiwurf drehten das Schlachtenglück. Das 24:21 war aber auch für boobs for hoops ein respektables Ergebnis: Bitte wiederkommen im nächsten Jahr – bis dahin sind auch die orthographisch einwandfreien neuen Trikots fertig!

 

Platzierungsspiele um die Plätze 5-8:

Platz 7: Los Affos - SysTeam 19:11

 

Platz 5: MoJos Bros – boobs for hoops 36:9

Im ersten Halbfinale sah es zunächst sehr gut aus für das Team der Turnierorganisatoren. Die Assist-Enten zogen gegen Space Jam Reloaded bis auf 16:7 davon, auch weil Simon Ruhl und Michael Zeder sich überaus treffsicher zeigten. Dann drehte sich das Spiel komplett: Schon vor der Pausensirene lagen unter anderen durch zwei Dreier von Thomas Stuber die Jammers plötzlich mit 19:18 in Führung. Und während Stuber und Felix Greese weiter fleißig punkteten, war bei den Assist-Enten plötzlich Sand im Getriebe. Nach wenigen Minuten führte Space Jam Reloaded fast schon uneinholbar, und als sich auch noch Simon Ruhl verletzte, waren die Messen gelesen und Space Jam Reloaded zogen zum ersten Mal ins Finale des Dreikönigsturniers ein. Überragend am Ende die 23 Punkte von Thomas Stuber. Im zweiten Halbfinale sah es zweitweise so aus, als könnten die Altmeister von Amolgednuch wieder einmal ihrem Namen gerecht werden und gegen Team Schwänzel zu einem erneuten Husarenritt ansetzen. Zwar führten die Titelverteidiger um David Schmitt die meiste Zeit, aber die alten Haudegen blieben immer dran – bis hin zum 23:25 Anschlußkorb durch Andy Hammel in der vorletzten Spielminute. Wieder einmal behielt am Ende jedoch David Schmitt die Nerven. Mit einem Dreier zum 28:23 Endstand machte er den Deckel drauf und sicherte den dritten Finaleinzug für sein Team Schwänzel.

Im Spiel um Platz 3 behielten die Assist-Enten auch ohne Simon Ruhl gegen Amolgednuch die Oberhand. Benedikt Reinwald sprang für den ausgefallenen Center in die Bresche und erzielte fünf schnelle Punkte, später nahm Michael Zeder das Heft des Handelns in die Hand (12 Punkte). Auch ein später Schlußspurt mit sechs Punkten von Thilo Fey half da nicht mehr: Am Ende sicherten sich die Assist-Enten mit 28:21 den dritten Platz.

 

Auf der Tribüne der Georgendammhalle herrscht immer besondere Spannung, wenn ein neues Team den Turnierolymp zu besteigen versucht. Space Jam Reloaded schickten sich im Finale an, als insgesamt erst 14. Team in der Geschichte des Wettbewerbs den Titel zu erringen. Aber da hatten die Titelverteidiger natürlich etwas dagegen! Unheimlich ausgeglichen wogte das Spiel hin und her, und anders als im Vorjahr war der angeschlagene David Schmitt diesmal nicht in der Lage, dem Spiel im Alleingang seinen dominanten Stempel aufzudrücken. Aber Team Schwänzel ist eben auch ein Team – und die Mannschaftsleistung war es am Ende, die den Titelverteidiger zum erneuten Sieg führte. Respekt aber vor Space Jam Reloaded: Immer wieder kämpfte sich das junge Team heran, trotz eines Halbzeitrückstands von 23:31 gaben sie nie auf. Noch eimal kamen sie in den Schlußminuten bis auf 36:40 heran und versuchten es mit taktischen Fouls. Doch foulten sie mit David Schmitt meist den falschen: Der Vorjahres MVP verwandelte allein in den letzten beiden Minuten sechs von sechs Freiwürfen. Toll, dass Space Jam Reloaded dem noch drei Dreier von Thomas Stuber, Felix Greese und Jan Lippert entgegensetzen konnten – am Ende reichte es ganz knapp nicht zum ersten Turniersieg! Team Schwänzel sicherte sich zum dritten Mal die Turnierkrone mit einem 47:45 Sieg. Für die Unterlegenen blieb die seltene Ehre eines Most Valuable Players mit Felix Greese (18 Punkte), womit David Schmitt (ebenfalls 18 Punkte) am Ende sicherlich gut leben konnte!

 

Ein neuer Spieltermin mit positiven und negativen Konsequenzen – für das Organisationsteam wird es im nächsten Jahr vor allem darum gehen, frühzeitig Planungssicherheit zu haben. Trotz des improvisierten Spielplans ergab sich am Ende wieder ein spannendes Turnier mit einer Menge sportlicher und sozialer Highlights. Nachteil des späteren Termins war, dass einige Teams im Verlauf der Spiele ihre Korbjäger vermissten, weil diese nachmittags für ihre Vereine antreten mussten – das merkten unter anderem SysTeam und Los Affos im Viertelfinale schmerzlich. Das Positive jedoch überwiegte natürlich: Die SMV kümmerte sich um das leibliche Wohl und wurde dabei unterstützt von den P-Seminaren Afrika und Fair Trade sowie dem Arbeistkreis Afrika mit selbstgebackenem Kuchen und Fair Trade Kaffee. Über Informationstafeln wurde eine Partnerschule in Afrika vorgestellt. Im Bootshaus gab es schließlich wie in jedem Jahr den gelungenen Ausklang der Veranstaltung. Neu dabei war das Personal der Schule, für die die Siegerehrung nach dem Ausscheiden von Herrn Knebel nun von den beiden neuen Mitglieder der Schulleitung StDin Saskia Hofmeister und StD Dr. Jürgen Schlauch durchgeführt wurde.

 

Für Team Schwänzel spielten:

 

Bauer, Timo;  Beck, Sebastian;  Burgis, Kai; Fehringer, Martin; Haupt, Daniel; Krauß, Hanna; Schmitt, David; Schöpplein, Christopher; Skolaski, Matthias;
Vosswinkel, Daniel; Welzer, Janik; Will, Christoph

 

 

 

 Rüdiger Kipferl, Abitur 1991

 

 

 

 



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